Backofen reinigen und putzen
Die erste Stufe auf dem Weg zu einem Backofen, der innen aussieht wie unbenutzt, ist die Vorbeugung. Wenn vom Bratenstück keine Flüssigkeit auf den Boden des Backofens tropft, kann auch nichts einbrennen.
Um das zu erreichen, gibt es einige Möglichkeiten: Sie können Backpapier auf das Blech legen, einen Bratschlauch verwenden (gibt mit Kräutern ein wunderbares Aroma) oder das Gargut in einen Bräter mit hohen Wänden geben.
Wenn bei einem Bratvorgang doch etwas daneben gegangen ist, heißt es sofort handeln. Je schneller eine Reinigung mit einem der unten vorgeschlagenen Mitteln durchgeführt wird, desto leichter werden sich die Spuren des Bratens beseitigen lassen. Schon wenn Sie so lange warten, bis der Ofen abgekühlt ist, helfen Sie mit, dass sich eine schöne harte Schicht entwickelt, die nur noch mit längerem Einweichen beseitigt werden kann.
Im schlimmsten Fall hat Ihr Backofen genau so eine schöne Schicht von Eingebranntem bereits entwickelt, dann braucht er eine Generalreinigung. ( Foto Backofen: Olivier Le Queinec / shutterstock.com )
Chemische Mittel zur Backofenreinigung
Die Reinigung ist mit verschiedenen Mitteln möglich, die Industrie hält scharfe Geschütze für die Reinigung von Backöfen bereit.
Doch Backofenspray, spezielle Scheuermilch oder Ceranfeldreiniger sind nicht nur kostspielig, sondern greifen häufig auch die Oberfläche der Innenwände an, damit kann sich Angebranntes beim nächsten Mal noch leichter festsetzen.
Außerdem berichten Nutzer, dass die Mittel unter Umständen noch eine ganze Weile zu riechen oder zu schmecken sind.
Waschsoda zur Reinigung des Backofens
Es gibt jedoch ein sanfteres Mittel, das zur Reinigung eingesetzt werden kann: Waschsoda bildet mit Wasser vermischt eine leicht ätzende Lauge. Waschsoda trägt die chemische Bezeichnung Natriumkarbonat (bitte nicht verwechseln mit Speise-Soda/Natron) und ist ein begabter Helfer auch bei der Wäsche und bei der Reinigung im Haushalt. Waschsoda wird mit warmem Wasser vermischt und auf die eingebrannten Stellen aufgebracht. Je konzentrierter das Waschsoda verwendet wird, desto alkalischer (ätzender) ist die Lauge. Also sollten Sie Handschuhe tragen, wenn Sie mit starken Waschsoda-Laugen hantieren.
Nun muss das Ganze einweichen, je mehr zu entfernen ist, desto länger. Bei alten Schichten wird man diesen Vorgang sicher mehrfach wiederholen müssen.
Nach der Einweichzeit werden die Innenwände zuerst mit einem Schwamm ausgewaschen, dabei wird sich schon einiges der eingebrannten Masse entfernen lassen. Sie ist jetzt insgesamt weicher, man kann also auch mit einem Schaber vorsichtig versuchen, etwas zu lösen. Wenn es noch zu fest ist, besser noch einmal einweichen. Denn unsensibles Vorgehen mit dem Werkzeug würde das eigentliche Wandmaterial verkratzen, dann wäre die Reinigung das nächste Mal nur schwieriger.
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