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Erblich bedingter Haarausfall

Viele Männer bereits unter 30 Jahren betroffen

Erblicher Haarausfall (dgk) Erblicher Haarausfall (androgenetische Alopezie) beim Mann ist weit verbreitet. Mehr als die Hälfte der über 50-Jährigen ist betroffen, bei jedem Dritten unter 30 sind erste Anzeichen der ihm drohenden Glatze auszumachen. Die "Geheimratsecken" breiten sich langsam aus, und zentral am oberen Hinterkopf schimmert nach und nach immer deutlicher die Kopfhaut durch das Haar hindurch - bis sich schließlich immer größere kahle Stellen zu einer Glatze "auswachsen".

Auslöser für diese zumeist schleichende Veränderung ist eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber Dihydrotestosteron (DHT). Hierbei handelt es sich um ein Abbauprodukt des männlichen Geschlechtshormons Testosteron. Die Haarwurzel schrumpft, und anstelle eines normalen Haares bildet sie nur ein weiches, blasses Flaumhaar, das schließlich ausfällt.

Anlagebedingter Haarausfall ist zwar keine Krankheit, für viele betroffene Männer jedoch zumindest eine Katastrophe, vor allem für junge Männer. Welche Mittel und Wege gibt es, ihm entgegen zu wirken? "Mann" kann den Haarausfall beispielsweise durch künstlichen Haarersatz wie Perücken, Toupets und Hairweaving (ein künstliches Haarteil wird mit dem Resthaar verwoben) kaschieren oder sich die entstandenen Lücken durch eine Haartransplantation schließen lassen.

Männer, die bemerken, dass sich ihre Haarpracht lichtet, können aber auch mittels einer medikamentösen Behandlung den Haarverlust aufhalten. Die tägliche Einnahme einer Tablette mit dem Wirkstoff Finasterid, der die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron unterbindet, verhindert bei über 80 Prozent der Betroffenen den weiteren Haarausfall, bei einem Teil der Männer wird das Haar sogar wieder dichter. Das Medikament kann aber nur dann helfen, wenn sich noch keine ausgeprägte Glatze ausgebildet hat und wenn es jeden Tag eingenommen wird - über Nacht kommt die verlorene Fülle nicht wieder.

Ein weiterer oft praktizierter Behandlungsansatz liegt in der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, beispielsweise mit Vitamin- oder Mineralstoffpräparaten. Diese können zwar unter Umständen die Haarstruktur verbessern, helfen jedoch nicht gegen erblich bedingten Haarausfall. Genauso verhält es sich mit der Wirksamkeit von Tinkturen mit Birken-, Brennessel- oder Sägepalmextrakten, die medizinisch bislang nicht bewiesen ist.


Stichwörter Haushaltstipps
glatze, haar, haarausfall, haare, haarverlust
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